LandesverbandbayerischerSchulpsychologinnen und Schulpsychologen e.V.

In der Diskussion

Jedes Kind kann rechnen lernen!

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Tatsächlich?
„Wenn Kinder mit Mathematik auf Kriegsfuß stehen, attestieren ihnen Experten häufig eine so genannte Rechenschwäche. Doch dieser Begriff lädt die Schuld zu Unrecht bei den Betroffenen selbst ab, meint … Lesen Sie hier den ganzen Artikel

Aktuelles

Zur Integration von Flüchtlingen

Heute ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung online:

 

„Diese Schüler müssten besonders betreut werden, das gelinge noch am leichtesten in den Schulen. Therapeuten könnten das nicht allein leisten – falls die Kinder dort überhaupt hingehen. Auch das Kriseninterventions- und Bewältigungsteam bayerischer Schulpsychologen (Kibbs) werde bisher nicht eingesetzt. Dabei stünden 92 Spezialisten bereit, die mit Traumata umgehen können und sonst bei Krisen im schulischen Umfeld wie Todesfällen, Gewalttaten oder Suizid helfen. Aber der Freistaat stellt keine Stunden für Kibbs bereit, sagt Röthlein. Es gebe nicht einmal ein psychologisches Konzept für die Flüchtlingskinder. „Mit etwa 20 Lehrerstellen hätten 100 Psychologen sechs Stunden pro Woche Zeit, um sich um Flüchtlingskinder zu kümmern.“

 

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/bayern/integration-von-fluechtlingskindern-schulen-brauchen-mehr-psychologen-1.2679324

Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrungen

Pressemitteilung des LBSP vom 14.09.2015

Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrungen

Unterstützung durch Schulpsychologinnen und Schulpsychologen notwendig

Viele Schulen und viele Lehrkräfte engagieren sich vorbildlich für die Neuankömmlinge und beweisen damit ihre Solidarität mit deren Erfahrungen und Schicksalen. Sie aktivieren nicht nur ihre pädagogischen Kompetenzen, sondern auch ihre Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ebenso erfreulich ist es, dass das KM erste Mittel zur Verfügung stellt und einen organisatorischen Rahmen eingerichtet hat.

Daneben sollten nach Überzeugung des Landesverbandes bayerischer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen (LBSP) die Schulen und die dort Tätigen für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen besonders vorbereitet werden. Gerade zu Beginn des neuen Schuljahres, vor allem mit Blick auf die zahlreichen Asylbewerber, die derzeit in Bayern ankommen, ist eine fachlich qualifizierte Unterstützung unabdingbar. Schulpsychologische Kompetenzen sollten intensiv eingebracht werden können. Einige der Kinder und Jugendlichen werden ihre Erfahrungen mit ihren persönlichen Kräften und Ressourcen bewältigen, fast alle aber sind unter dramatischen Umständen zu uns gekommen und viele sind traumatisiert, manche sogar mehr als wir vielleicht meinen.

Schulpsychologinnen und Schulpsychologen verfügen aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung und ihrer Beratungserfahrung über die Kompetenz zum Umgang mit psychisch schwer belasteten Kindern und Jugendlichen. Mit Methoden der Anamnese erhalten sie Einsicht in die vorliegenden Probleme und können geeignete Maßnahmen überlegen, vorschlagen und in die Wege leiten – sowohl innerschulisch als auch im Rahmen der außerschulischen Kooperation –, um die Integration zu erleichtern und Spätfolgen vorzubeugen. Sie können als Bindeglied zu außerschulischen Einrichtungen fungieren und die Aufgabe der Koordination übernehmen, denn diese Tätigkeiten sind im Rahmen der normalen schulpsychologischen Arbeit gang und gäbe.

Daneben sind Schulpsychologen Ansprechpartner für Schulverwaltung und Multiplikatoren, für die Begleitung von Lehrkräften, indem sie diese fachlich unterstützen und beraten sowie für die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Eltern sensibilisieren. Lehrkräfte können vorbereitet werden für die besonderen Bedürfnisse der Flüchtlinge, brauchen Hilfen in konkreten Fällen und spezielle Fortbildungsangebote (Supervision, kollegiale Fallbesprechungen, individuelles Coaching), um den Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen hilfreich begleiten zu können. Schulpsychogische Supervisorinnen und Supervisoren können Lehrkräfte und Leitungspersonen darüber hinaus helfen, mit den Belastungen zurechtzukommen, die aus den Berichten und Erlebnissen dieser Menschen folgen können. Es gilt nicht nur Verständnis für die Herkunft aus anderen Kulturen, Religionen und Bildungssystemen aufzubauen und weiterzuentwickeln, sondern auch die gegenwärtigen Lebensumstände, z.B. die oft problematische Unterbringung, sollten bei der Beurteilung einer Schülerin oder eines Schülers mit Fluchterfahrungen berücksichtigt werden.

Der Vorsitzende des LBSP, Hans J. Röthlein, stellt dazu fest: „In dieser brisanten Situation muss neben den rein schulischen Maßnahmen eine intensive psychologische Beratung und Betreuung treten. Schulpsychologen können bei der Entwicklung von pädagogisch-psychologischen Maßnahmen und Konzepten helfen.“ Röthlein kann sich gut vorstellen, dass der LBSP ein dafür notwendiges und praktikables Konzept anbietet.

Im KIBBS (Krisen-Interventions- und Bewältigungsteam Bayerischer Schulpsychologinnen und –psychologen) stehen außerdem Fachleute mit mehrjähriger Praxiserfahrung sowie mit traumatherapeutischer Qualifikation für die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen bereit. Doch darf nicht übersehen werden, dass es sich bei der Begleitung der Flüchtlinge um zusätzliche Aufgabenbereiche handelt, die neue, also zusätzliche Zeitressourcen für die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen unbedingt erforderlich machen.

 

am 21.09.2015 um 08:09 in Gesellschaft. Beitrag kommentieren

Schulbeginn

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Vorstand des LBSP wünscht allen Kolleginnen und Kollegen einen guten Start in das neue Schuljahr.

Für die anstehenden Herausforderungen benötigen alle Mitglieder der Schulfamilie sicherlich viel Kraft, Ausdauer und Spontaneität.

Der LBSP wird seinen Beitrag dafür leisten, dass dies bestmöglich gelingen möge!

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Der Vorstand des LBSP,

Hans-J. Röthlein, Regina Knape, Gregor Lammel, Norbert Gockner, Julia Weinzierl

am 20.09.2015 um 09:09 in Vorstand. Beitrag kommentieren

Zum Thema Schizophrenie

Wenn die Diagnose Schizophrenie einmal gestellt ist, wird sie bislang nur sehr selten hinterfragt. „Stattdessen ruht man sich gern darauf aus“, sagt Prüß. „Man braucht heutzutage schon etwas sehr, sehr Handfestes, bevor man so einem Patienten abnimmt, dass sein Problem nicht rein psychischer Natur ist.“ In Freiburg und Berlin bietet man inzwischen allen psychotischen Patienten Antikörpertests an. Aber das ist noch die Ausnahme.
– via FAZ.NET

Einschulung und ADHS

Wieder einmal ein interessanter Beitrag auf sueddeutesche.de: LINK

„Anderen September-Kindern ergeht es offenbar nicht so gut wie der kleinen Münchnerin. Das ergibt sich aus einer erstaunlichen Entdeckung, die die Volkswirtin Amelie Wuppermann von der Universität München gemacht hat und die sie an diesem Dienstag gemeinsam mit Wissenschaftlern des Versorgungsatlas vom Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung publiziert: Demnach haben Kinder, die kurz nach ihrem sechsten Geburtstag eingeschult werden, im Vergleich zu Kindern, die bei der Einschulung schon fast sieben Jahre alt sind, ein erheblich größeres Risiko, die Diagnose ADHS zu bekommen. Sie nehmen auch entsprechend häufiger Medikamente gegen das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom ein, auch „Zappelphilipp-Syndrom“ genannt.“

am 12.08.2015 um 08:08 in Allgemein. Beitrag kommentieren

Feriengrüße und Lektüreempfehlung

jenesien

Liebe Mitglieder des LBSP,

der Vorstand des LBSP wünscht allen Mitgliedern nach den Herausforderungen und Anspannungen des Schuljahres eine erholsame Ferienzeit. Wir hoffen, Sie finden zahlreiche Möglichkeiten der Erholung mit Anregungen für Kopf, Herz, Geist und Hand…

Wer noch keine Leseliste für den Urlaub zusammengestellt hat, der kann ja das heute erschienene, inzwischen 6. LBSP Aktuell als PDF auf sein „elektronisches Lesegerät“ laden (Tablet/Smartphone) oder in ausgedruckter Form in die Reisetasche packen…

Wir wünschen Ihnen viel Freude und zahlreiche Anregungen bei der Lektüre, die auch einen kleinen Ausschnitt der verbandlichen Positionen und Tätigkeiten widerspiegeln.

Sie finden das aktuelle LBSP Aktuell im Mitgliederbereich:

http://lbsp.de/mitglieder/verbandszeitschrift/

In diesem Sinne, eine gute Zeit und einen kraftvollen Neustart im September!

Der Vorstand des LBSP,

Hans-J. Röthlein, Regina Knape, Gregor Lammel, Norbert Gockner, Julia Weinzierl

 

 

am 31.07.2015 um 05:07 in Allgemein. Beitrag kommentieren

Legasthenie – Zeugnisvermerk

Über ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts: 

LINK I

LINK II

am 29.07.2015 um 09:07 in Allgemein. Beitrag kommentieren

Weiterbildung: Psychologischer Gesundheitscoach

Psychologischer Gesundheitscoach (f/m)

Wie im KIM 31 vom April 2015 mitgeteilt, startet der LBSP im November 2015 eine Weiterqualifikation zum Psychologischen Gesundheitscoach (f/m). Mit der Organisation und Durchführung dieser Weiterbildungsmaßnahme wurde der Arbeitskreis Gesundheitscoaching vom Vorstand des LBSP beauftragt, bestehend aus Norbert Gockner, Bettina Hahlweg, Reinhard Maar, Hans-J. Röthlein und Anita Spehr.

Ausgangslage
Beschäftigte – im schulischen Kontext insbesondere Lehrkräfte -, die nach längerer Erkrankung eine berufliche Eingliederung durchlaufen, erhalten nicht immer die optimale Unterstützung. Zudem werden Früherkennungsmerkmale oft zu spät wahrgenommen. Neben einer ambulanten psychotherapeutischen Behandlung hat sich eine kurative Begleitung durch ein spezialisiertes Coaching als hilfreich erweisen.

Ziel der Weiterbildungsmaßnahme ist es, (Schul-)Psychologinnen und (Schul-)Psychologen für spezifische Coaching-Aufgaben im beruflichen Kontext zu qualifizieren. Das Verständnis von Gesundheitscoaching, welches hier zugrunde liegt, basiert darauf, die Arbeitsfähigkeit und Berufszufriedenheit zu stärken bzw. wiederherzustellen. Wesentliche Elemente sind hier Vorsorge durch Vermeidung von Arbeitsunfähigkeit und Nachsorge durch kurative Hilfestellung bei Wiedereingliederung in den Beruf. Besondere Bedeutung haben dabei die klinische Psychologie und die Gesundheitspsychologie. Die psychologischen Konzepte Prävention, Resilienz und Salutogenese werden berücksichtigt.

Das psychologische Gesundheitscoaching versteht sich als eigenständige psychologische Begleitung in den Bereichen der primären und tertiären Prävention. Seine Wirksamkeit begründet sich auch darin, eine professionelle psychotherapeutische bzw. ärztliche Behandlung zu unterstützen und zu ergänzen.

Umfang der Weiterbildung
6 Module von jeweils 3- bis 4-tägiger Dauer umfassen insgesamt mindestens 120 Zeitstunden mit unterschiedlichen Referentinnen und Referenten.

Ort
Oase Steinerskirchen, Bildungshaus der Herz-Jesu-Missionare in 86558 Hohenwart. Für die Veranstaltungen hat der LBSP ein Zimmerkontingent reservieren lassen, aus welchem die Übernachtung der anmeldenden Person bedient wird. Die Übernachtungs- und Verpflegungskosten sind verpflichtend bei dem Tagungshaus zu buchen und abzurechnen.

Preis
Die Weiterbildungskosten zum Psychologischen Gesundheitscoach (f/m) belaufen sich für Mitglieder des LBSP e. V. auf 1950 € bei Buchung bis zum 30.09.2015, danach 2150€. Nichtmitglieder bezahlen für die Weiterbildungsmaßnahme bei Buchung bis zum 30.09.2015 2450 €, danach 2650 €.

Die o. g. Weiterbildungskosten beinhalten Referentenhonorare, Arbeitsunterlagen und Kopien. Fahrkosten sind nicht enthalten. Die Tagespauschale von ca. 70 € umfasst Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee, Abendessen und Übernachtung im Einzelzimmer.

Teilnahmevoraussetzungen
Teilnehmen können (Schul-)Psychologinnen und (Schul-)Psychologen mit mindestens 8 Jahren Berufserfahrung (ohne Vorbereitungsdienst) bzw. 5 Jahren Berufserfahrung als Vollzeit-Psychologin bzw. -Psychologe.

Abschluss
Die erfolgreiche Teilnahme wird vom LBSP bescheinigt. Eine Zertifizierung zur Psychologischen Gesundheitscoachin LBSP bzw. zum Psychologischen Gesundheitscoach LBSP ist möglich. Näheres regelt die Zertifizierungsordnung.

Vormerkungen/Nachfragen
Bei grundsätzlichem Interesse und/oder bei Nachfragen zur Weiterqualifikation: Email an : jroethlein@lbsp.de

Anmeldung
Bitte per Anmeldeformular an die Geschäftsstelle!

Die Anmeldeunterlagen finden Sie hier: LINK