LandesverbandbayerischerSchulpsychologinnen und Schulpsychologen e.V.

In der Diskussion

Jugendliche und „Online-Sucht“

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Eine Studie der DAK:

„Laut der Hälfte der befragten Eltern bleibt das Kind länger online als vorgenommen. 22 Prozent der 12- bis 17-Jährigen fühlen sich ruhelos, launisch oder gereizt, wenn

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Aktuelles

Jugendliche und „Online-Sucht“

Eine Studie der DAK:

„Laut der Hälfte der befragten Eltern bleibt das Kind länger online als vorgenommen. 22 Prozent der 12- bis 17-Jährigen fühlen sich ruhelos, launisch oder gereizt, wenn sie ihre Internetnutzung reduzieren sollen. Etwa jedes zehnte Kind nutzt das Internet, um vor Problemen zu fliehen. Bei elf Prozent der Befragten hat das Kind mehrfach erfolglose Versuche unternommen, seine Internetnutzung in den Griff zu bekommen. Bei sieben Prozent der Kinder gefährdet die Onlinewelt eine wichtige Beziehung oder eine Bildungschance, wobei die Jungen doppelt so häufig betroffen sind.“

Quelle: LINK

am 05.12.2015 um 09:12 in Internet, Teaser. Beitrag kommentieren

Kinder und digitale Medien

Ein interessantes und auch für die Beratungstätigkeit hilfreiches Interview auf süddeutsche.de: LINK

am 25.11.2015 um 12:11 in Allgemein. Beitrag kommentieren

Kinder bei der Berufswahl unterstützen

Ein interessanter Beitrag auf Sueddeutsche.de, der auch in der schulpsychologischen Beratung weiterhelfen kann: LINK

„Für Jugendliche ist es der erste Schritt ins Arbeitsleben, für ihre Eltern die letzte große Aufgabe, bevor das Kind erwachsen wird: die Berufswahl. Was soll ich werden? Diese große Frage beschäftigt natürlich vor allem die Jugendlichen, um deren Zukunft es schließlich geht. Doch auch viele Eltern sind unsicher, wie sie ihre Kinder unterstützen können. Wie viel Kümmern und Druck ist gut, wie viel schädlich? Wie soll man sich überhaupt zurechtfinden in der Flut an Ausbildungen, Studiengängen und Jobmöglichkeiten?

In dieser letzten Phase, bevor Sohn oder Tochter sich vollends abnabeln und ins Erwachsenenleben starten, steigt in vielen Familien noch einmal die Anspannung. Gegenseitige Erwartungen kommen auf den Tisch, das Eltern-Kind-Verhältnis ist im Umbruch. Die abklingende Pubertät tut das Übrige.

Dabei ist es besonders wichtig, das Thema Berufswahl aktiv und positiv zu gestalten. Immer wieder zeigen Studien, wie wichtig Jugendlichen der Rat ihrer Eltern bei der Berufswahl ist – auch wenn Mutter und Vater in anderen Lebensbereichen schon lange nichts mehr zu melden haben.

Wir haben typische Elternfragen und – meinungen gesammelt und Berufsberater um ihre Einschätzung gebeten.“

LBSP-Onlinezeitschrift erschienen

Die erste Ausgabe der neuen Onlinezeitschrift „Psychologie für die Schule“ ist erschienen und auf dieser Homepage in der Rubrik „Fachzeitschrift“ nachzulesen bzw. herunterzuladen.

Die Bezeichnung „Psychologie für die Schule“ mag bestimmte Erwartungen wecken und vor allem an psychologische Beiträge denken lassen. Aber schon diese erste Ausgabe macht deutlich, dass wir auch einen Blick über den Tellerrand werfen und Ansätze und Lösungen für schulische Themen etwa aus den Bereichen Pädagogik und Medizin vorstellen wollen.
Das gilt für das Schwerpunktthema AD(H)S genauso wie für das Thema Legasthenie/Dyskalkulie und die Sozialpädiatrischen Dienste als mögliche Kooperationspartner.

Die Zeitschrift ist auf dieser Homepage in der Rubrik „Fachzeitschrift“ nachzulesen bzw. herunterzuladen.

Moralerziehung

Ein interessanter Beitrag auf sueddeutsche.de:

„Man hat viele Jahre einfach angenommen, jüngere Kinder wären nicht in der Lage, wirklich moralisch zu denken oder zu handeln“, sagt Monika Keller vom Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Weil ihnen die kognitiven Fähigkeiten dazu fehlten, sie also, wenn sie sehr klein sind, ja noch nicht mal sprechen können. Kohlberg, sagt Keller, die seit knapp 40 Jahren zu dem Thema forscht, habe nur einen entscheidenden Denkfehler gemacht: „Er hat übersehen, dass zur Entstehung eines Moralgefühls nicht nur ein Verständnis von Regeln, sondern vor allem auch Empathie gehört – und diese entwickeln Menschen bereits von Beginn an.“ Durch Erfahrung und Beobachtung ihrer Umwelt, durch Erziehung, dadurch, wie gerecht und fürsorglich sie selbst behandelt werden. LINK

Zur Integration von Flüchtlingen

Heute ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung online:

 

„Diese Schüler müssten besonders betreut werden, das gelinge noch am leichtesten in den Schulen. Therapeuten könnten das nicht allein leisten – falls die Kinder dort überhaupt hingehen. Auch das Kriseninterventions- und Bewältigungsteam bayerischer Schulpsychologen (Kibbs) werde bisher nicht eingesetzt. Dabei stünden 92 Spezialisten bereit, die mit Traumata umgehen können und sonst bei Krisen im schulischen Umfeld wie Todesfällen, Gewalttaten oder Suizid helfen. Aber der Freistaat stellt keine Stunden für Kibbs bereit, sagt Röthlein. Es gebe nicht einmal ein psychologisches Konzept für die Flüchtlingskinder. „Mit etwa 20 Lehrerstellen hätten 100 Psychologen sechs Stunden pro Woche Zeit, um sich um Flüchtlingskinder zu kümmern.“

 

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/bayern/integration-von-fluechtlingskindern-schulen-brauchen-mehr-psychologen-1.2679324

Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrungen

Pressemitteilung des LBSP vom 14.09.2015

Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrungen

Unterstützung durch Schulpsychologinnen und Schulpsychologen notwendig

Viele Schulen und viele Lehrkräfte engagieren sich vorbildlich für die Neuankömmlinge und beweisen damit ihre Solidarität mit deren Erfahrungen und Schicksalen. Sie aktivieren nicht nur ihre pädagogischen Kompetenzen, sondern auch ihre Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ebenso erfreulich ist es, dass das KM erste Mittel zur Verfügung stellt und einen organisatorischen Rahmen eingerichtet hat.

Daneben sollten nach Überzeugung des Landesverbandes bayerischer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen (LBSP) die Schulen und die dort Tätigen für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen besonders vorbereitet werden. Gerade zu Beginn des neuen Schuljahres, vor allem mit Blick auf die zahlreichen Asylbewerber, die derzeit in Bayern ankommen, ist eine fachlich qualifizierte Unterstützung unabdingbar. Schulpsychologische Kompetenzen sollten intensiv eingebracht werden können. Einige der Kinder und Jugendlichen werden ihre Erfahrungen mit ihren persönlichen Kräften und Ressourcen bewältigen, fast alle aber sind unter dramatischen Umständen zu uns gekommen und viele sind traumatisiert, manche sogar mehr als wir vielleicht meinen.

Schulpsychologinnen und Schulpsychologen verfügen aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung und ihrer Beratungserfahrung über die Kompetenz zum Umgang mit psychisch schwer belasteten Kindern und Jugendlichen. Mit Methoden der Anamnese erhalten sie Einsicht in die vorliegenden Probleme und können geeignete Maßnahmen überlegen, vorschlagen und in die Wege leiten – sowohl innerschulisch als auch im Rahmen der außerschulischen Kooperation –, um die Integration zu erleichtern und Spätfolgen vorzubeugen. Sie können als Bindeglied zu außerschulischen Einrichtungen fungieren und die Aufgabe der Koordination übernehmen, denn diese Tätigkeiten sind im Rahmen der normalen schulpsychologischen Arbeit gang und gäbe.

Daneben sind Schulpsychologen Ansprechpartner für Schulverwaltung und Multiplikatoren, für die Begleitung von Lehrkräften, indem sie diese fachlich unterstützen und beraten sowie für die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Eltern sensibilisieren. Lehrkräfte können vorbereitet werden für die besonderen Bedürfnisse der Flüchtlinge, brauchen Hilfen in konkreten Fällen und spezielle Fortbildungsangebote (Supervision, kollegiale Fallbesprechungen, individuelles Coaching), um den Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen hilfreich begleiten zu können. Schulpsychogische Supervisorinnen und Supervisoren können Lehrkräfte und Leitungspersonen darüber hinaus helfen, mit den Belastungen zurechtzukommen, die aus den Berichten und Erlebnissen dieser Menschen folgen können. Es gilt nicht nur Verständnis für die Herkunft aus anderen Kulturen, Religionen und Bildungssystemen aufzubauen und weiterzuentwickeln, sondern auch die gegenwärtigen Lebensumstände, z.B. die oft problematische Unterbringung, sollten bei der Beurteilung einer Schülerin oder eines Schülers mit Fluchterfahrungen berücksichtigt werden.

Der Vorsitzende des LBSP, Hans J. Röthlein, stellt dazu fest: „In dieser brisanten Situation muss neben den rein schulischen Maßnahmen eine intensive psychologische Beratung und Betreuung treten. Schulpsychologen können bei der Entwicklung von pädagogisch-psychologischen Maßnahmen und Konzepten helfen.“ Röthlein kann sich gut vorstellen, dass der LBSP ein dafür notwendiges und praktikables Konzept anbietet.

Im KIBBS (Krisen-Interventions- und Bewältigungsteam Bayerischer Schulpsychologinnen und –psychologen) stehen außerdem Fachleute mit mehrjähriger Praxiserfahrung sowie mit traumatherapeutischer Qualifikation für die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen bereit. Doch darf nicht übersehen werden, dass es sich bei der Begleitung der Flüchtlinge um zusätzliche Aufgabenbereiche handelt, die neue, also zusätzliche Zeitressourcen für die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen unbedingt erforderlich machen.

 

am 21.09.2015 um 08:09 in Gesellschaft. Beitrag kommentieren
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